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Tag 1 – die Anreise (04.01.2010)

Eigentlich wollte ich ja um 13 Uhr losfahren….aber wie so oft wurds dann eben doch ein bisschen später…Dann musste ich auch noch tanken. Das war ja alles nicht das Problem.

Mehr Probleme hatte ich mit Deutschlands Autobahnen und der netten Stimme aus dem kleinen Lautsprecher vor mir. Biegen Sie jetzt rechts ab – oh, die meinte wohl DIE Ausfahrt….Und dann noch weitere solcher Kleinigkeiten :D

Mitten auf der Autobahn sagte mein Navi, ich solle doch bitte die nächste links abbiegen – mal ganz abgesehen davon, dass ich laut ihr auf einem Feldweg bzw auf gar keinem Weg fuhr…

Was die Fahrt natürlich auch noch in die Länge zog: Steffilein musste mal wieder nach ner geschlagenen Stunde austreten….und nochmal auf der belgischen Seite. Da fuhr ich von der Autobahn ab, obwohl auf dem Schild nur ein P stand und daneben eine Kaffeetasse abgebildet war, aber ich dachte mir, wos Kaffee gibt, muss es auch ein Klo geben. Auf dem Parkplatz stand in der Mitte ein kleines Häuschen. Sah unscheinbar aus. Bei näherem Betrachten erkannte man, dass die Stühle aufm Tisch stehen – öhm, ok…aber die Bedienung winkte mich rein.

So, wenn ich schon mal drin war, sollte es ned so doof aussehen, deswegen kaufte ich mir – oho – ein Twix (ja, eigentlich sahs mit dem Twix genauso doof aus, aber egal). Dann fragte ich „Can I use your toilet?“ (erst danach fiel mir ein, dass das jetz ziemlich unhöflich war…. Sie nickte nur. Aber da war noch eine Schranke zu überbrücken. Und zwar mit 50 cent. Während ich die rauskramen wollte, hörte ich von hinten „hello!“ hm, meint die mich? *umdreh* anscheinend ja…. „you can go!“ ah, ich muss gar nix mehr zahlen…mal abgesehen davon, dass ich für das, was mich das Twix gekostet hat, zweimal aufs Klo gehen hätte können :D

Nebenbei bemerkt: sowohl Holländer als auch Belgier sind mir auf der Autobahn nur positiv aufgefallen. Keine Wohnwägen, keine überbeladenen Autos (außer meins :D ), insgesamt eher ruhige Fahrer, keiner scheint es eilig zu haben, keiner drängelt.

Endlich schwanden die Kilometerangaben auf den Schildern Richtung Leuven. Also ab zur Jugendherberge. Hm, ich hatte mich schon gewundert, wie ich das Ziel in mein Navi eingab, hatte sie mich gefragt, ob ich unbefestigte Straßen vermeiden möchte…..Als ich dies bejahte, erklärte sie mir, dass dann kein Weg an mein Ziel führe…Also doch durch was auch immer. Da stand ich dann auch, ich wusste, ich musste zur Hausnummer 9. Hier gab es nebeneinander(!) 21 und 7. In die andere Richtung (die freundlicher aussah) stand 2-20.

Wohl doch hier lang. Hm, aber soll ich wirklich dieses beschneite Hügelchen hochfahren? Und wenn ich hängen bleib? Und wenn ich dann nicht umdrehen kann? Aaaaaah! Aber hilft ja ned. Und tatsächlich fand sich hinter dieser Buckelpiste meine Jugendherberge…OMG schon allein für den Weg dorthin. Dafür sieht das Ding an sich ganz protzig aus. Dort erklärte mir der erste Rezeptionist, dass ich auf der falschen Seite des Gebäudes stehe….(Notiz an mich: es muss noch einen anderen/besseren Weg hierher geben…

Der für mich zuständige Rezeptionsmensch eröffnete mir, dass ich der erste und für heute einzige Gast hier bin. Einerseits cool, brauch ich mir mit keinem ein Zimmer teilen, andererseits auch komisch, allein in so nem großen Gebäude.

Erstmal holte ich meine Sachen aus dem Auto (nachdem ich auf die richtige Seite umparkte) und trug sie auf mein Zimmer. Dann beschloss ich, noch in die Stadt zu fahren (HUNGER!). Omer (das ist der Mann an der Rezeption) sagte, es sei wohl das Beste mit dem Auto zu fahren – nachdem ich weit und breit in der Nähe des Hügelchens keine Bushaltestelle sah (fährt hier irgendwas vorbei?!?), hielt ich das auch für das Beste…aber nicht ohne mein Navi. Besser war das.

Nach Leuven zu fahren war ned schwer (auf diese Weise hab ich auch die befestigte Straße zur Jugendherberge gefunden!), nur in Leuven richtig fahren, das war schwer L und ich hatte doch Hunger und wollte nur was zu essen! Ich beschloss, der Pizzahut an der Ecke da, der wird’s. Nur bis ich bei dem wieder war….was für eine Odyssee.

Mit pizza-vollem Magen lief ich dann noch ein kleines Stück durch die Stadt, um zu sehen, wo ich morgen hinmuss. Ein nettes kleines Städtchen ist dieses Leuven. Hier gefällts mir schon ein bisschen.

Wieder in er Jugendherberge wollte ich das WLAN des Hauses (angepriesen von Omer, Passwort hatte ich auch) ausprobieren. Tja, ging nicht. Da bekam ich meinen ersten Heulkrampf in Leuven. Ich mein, hätts kein WLAN gegeben, hätt ich mich damit abfinden müssen. Aber es gibt eins und ich komm ned rein, des is hart L. Schließlich durchsuchte ich nicht nur den ganzen Gemeinschaftsraum nach Netz, sondern auch den Gang. Und siehe da, im kalten Gang ohne Stuhl und fast ohne Licht, da ging auch das Wlan….Je näher ich an Omers Büro kam, umso besser wurde das Signal. Dieser kam zufällig vorbei und lud mich dann in sein Büro ein, damit in ned so doof rumstehen muss da draußen.

Naja, und jetzt sitz ich in meinem Zimmer, das vom nächsten Klo gefühlte 100 m entfernt ist (natürlich ist das übertrieben….aber….trotzdem!) und wird mich langsam zu Bette begeben Frühstück gibt’s nämlich zwischen 8 und 9. Und morgen hab ich viel zu tun.

Ich hoffe, ich find bald ne Wohnung, in der ichs mir ein halbes Jahr gemütlich machen kann. Grad im Moment fühl ich michbisschen verzweifelt und allein. Aber genau das wollte ich ja. Mal was allein schaffen. Wird schon werden. Wird schon alles gut.

Ich vermiss euch grad. Gut Nacht (22:40)

5.1.10 19:12
 


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